Reisen. Eine wunderbare Sache.
Fremde Länder, andere Sitten, neue Menschen, großartige Landschaften, Freiheit.
Reisen allein. Durchaus machbar. Nicht nur machbar, es macht Spaß!
Meist muss man nicht alleine sein, aber manchmal will man es sogar.
In der Regel gilt aber: Man trifft immer wieder neue Menschen, neue Freunde - mal nur für einen Tag, andere begleiten einen für eine Weile.
Ich bin froh, dass ich den Schritt gewagt habe allein zu reisen. Trotz aller Zweifel und Bedenken.
Aber es gibt sie, diese Phasen wo man genau DANN niemanden an seiner Seite hat, wenn man es bräuchte.
Was macht man, wenn in genau solch einer Phase schlechte Neuigkeiten ins eigene Leben platzen?
Meine schlechte Nachricht hatte eigentlich eine gute sein sollen.
Ich habe mich auf sie gefreut und auf sie gewartet, nur kam sie eben 2 Monate zu früh.
Was war passiert?
Am 4. September wurde meine Nichte Mama, obwohl der Nachwuchs für November angekündigt war. Umstände und Gründe sollen an dieser Stelle keine Rolle spielen.
Fakt war eines: Unser Zwerg (im wahrsten Sinne des Wortes) war da, hatte innerhalb von Sekunden sämtliche Herzen gebrochen und Wellen der Aufregung geschlagen - bis nach Australien.
Die schlechte Nachricht war: Zu dem Zeitpunkt hing sein Leben am seidenen Faden.
Die ersten 48 Stunden waren die kritischsten und richtungsweisend.
Da sitzt man nun, auf der anderen Seite der Welt, und man kann nichts machen außer warten und hoffen.
Bange Stunden, schlaflose Nächte, unkonzentrierte Tage, jedes Handyklingeln liess mich zusammenfahren, wissen, dass es zuhause allen genau so geht.
6 Stunden Zeitunterschied bedeuteten auch einen verzögerten Informationsfluss.
Soll ich nach Hause fliegen oder nicht? Gleichzeitig aber die traurige Gewissheit, dass ich an der Situation nichts ändern kann - egal wo ich bin.
Und das Rad dreht sich von Neuem: Bangen, hoffen...
Von einer Sekunde zu anderen hätte ich mein Leben gegeben, um seines zu retten.
Ich war aufgelöst in Tränen und niemand war da, der mich hätte in den Arm nehmen oder mich trösten können. Alle Freunde verstreut über die ganze Welt, aber keiner in Southern Cross. Niemand mit dem ich reden konnte. Ich war jenseits von gut und böse.
Die Zentner, die mir nach den ersten 48 Stunden vom Herzen gefallen sind, kann sich niemand vorstellen. Und die Erleichterung mit der voranschreitenden Gewissheit, dass unser Zwerg sich zunehmend fängt und entwickelt - unbezahlbar.
Ihr seht also: Es gibt sie, die kritischen Situationen auf Reisen. Situationen und Begebenheiten wo man sich nichts anderes wünscht als zu Hause zu sein. In denen man sich allein fühlt. Und machtlos.
Diese Geschichte hat mir eines deutlich gemacht:
Es gibt Umstände für die ich nach Hause fliegen würde. Schnellstmöglich. Wenn es sein muss mit Upgrade in die nächste Buchungsklasse. Aber hoffe ich, dass ich das machen muss? Nein, natürlich nicht.
3 Wochen ist unser kleiner Zwerg mittlerweile alt. Verglichen mit einem Baby, dass "normal und pünktlich" geboren wird, ist er immer noch winzig und leicht. Aber er hat sich super gemacht! Er atmet jetzt ganz allein, ist 2 cm gewachsen und auch 200 g schwerer :-)
Ich muss momentan also nicht in den nächsten Flieger springen. Aber glaubt mir, es vergeht kein Tag an dem ich nicht an ihn denke. Ich kann es kaum erwarten ihn in ein paar Monaten im Arm zu halten und mit ihm zu kuscheln! Bis dahin freue ich mich jedoch über jedes Foto und Video, das mich hier in Australien erreicht :-)
Und eines muss gesagt werden. Öffentlich :-)
Auch wenn ich in dieser Situation keine Freunde hier in Southern Cross hatte, ich hatte Freunde zu Hause....
Darum an dieser Stelle ein riesiges Danke an alle, die mir liebe Worte geschrieben, das Beste gehofft und unserem kleinen Mann die Daumen gedrückt haben!!
Besonders aber bedanke ich mich bei meinen Mädels, die ich mit Whats App Nachrichten regelrecht terrorisieren durfte, die ihre Schutzengel zur Verfügung gestellt und mir unheimlich viel Zuversicht und Hoffnung gespendet haben! Ihr seid einfach die aller-aller-aller Besten!!! Ich habe zwar das unglücklichste Händchen für Männer überhaupt, aber dafür habe ich die besten Freundinnen - und jetzt noch einen süßen Neffen mehr.
Man kann wohl nicht alles haben ;-)
Millionenfachen Dank an euch!!!
Und wer sich noch fragt, ob er alleine reisen soll:
Meine Antwort lautet JA!
Die moderne Kommunikation macht es möglich, dass RICHTIGE Freunde ein unsichtbares Netz spinnen können, dass tausende Kilometer weit reicht, um euch bei Bedarf aufzufangen!
Außerdem: Freundschaft auf Reisen ist kein Mysterium, höchstens Glückssache was das Timing anbelangt ;-)
Habt Mut, lebt euren Traum!
Montag, 24. September 2012
Freitag, 21. September 2012
Housekeeping, der Job aus der Hölle
Wolltet ihr euch schon immer mal fragen weshalb ihr studiert habt oder auch nur jemals eine Schule von innen gesehen habt? Dann kann ich euch nur empfehlen nach Australien zu gehen! Hier bekommt ihr ganz bestimmt die Garantie euch bei nem Job mal richtig schön über's Ohr hauen zu lassen (Arbeit und kein Lohn), euch von eurer gestörten Chefin wie ein Kind behandeln und anbrüllen zu lassen oder auch einfach mal einen richtig ätzenden Job zu machen - Housekeeping etwa.
Nach ca. einem Jahr in diesem Job kann ich nur eines sagen: Ich hasse ihn!
Er ist die perfekte Gelegneheit zum Menschenhasser zu werden.
Warum?
Weil ich es total geil finde Kacke aus'm Klo zu kratzen. Nee ehrlich. Wozu gibt's Klobürsten? Damit ich die (für andere) benutzen kann. Klaro.
Sehr geil ist es auch immer Tag für Tag alle Handtücher vom Boden aufzuheben. Der Spaß wächst, wenn sie in der tropfenden Dusche aufgehäuft wurden. Warum nicht mal einen Haufen klatschnasser, schwerer, tropfender Handtücher zur Waschmaschine schleppen?
Riesen Freude! (Wer Ironie findet, darf sie behalten.)
Ein beliebtes Spiel der Gäste ist auch folgendes, in 3 Variationen:
a) Ich benutze nichts, aber fasse alles an, verteile es im Raum und bringe es durcheinander!
b) Wir sind zu zweit im Doppelzimmer also lass uns das extra Bett auch noch benutzen!
c) Ich bin allein im Doppelzimmer und benutze alle 4 Kissen!
Ziel ist es dem Housekeeper möglichst viel Arbeit zu machen, die eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Gewonnen hat, wer auscheckt bevor ich ihn in die Fänge bekomme und ihm eine reinhauen kann. Ich habe bisher leider immer verloren...
Populäre Gäste sind auch jene, die einem Das Gefühl geben (wollen) dass man als Housekeeper gaaaanz unten in der Rangordnung steht. Da begrüßt man den geehrten (Arschloch-)Kunden höflich und wird im Gegenzug behandelt wie Luft. Wäre der rote Teppich zur Hand gewesen hätte ich ihn natürlich ausgerollt, der Kunde ist ja König. Nicht jedoch ohne ihn vorher einmal gepflegt auf den Kopf des Gastes zu hauen.
Ja, Housekeeping ist eine Arbeit die den Aggressionstrieb fördert. Wer Probleme damit hat etwas wie Aggression zu empfinden (seeeehr schwer nachvollziehbar für mich), dem sei geraten in diesem Beruf zu arbeiten. Bei mir reichen immer schon wenige Wochen am Stück und ich lynche und meuchle gedanklich fröhlich vor mich hin.
Dann gibt es da noch die Mysterien des Housekeeping, z.B. (jetzt wird's eklig):
Warum spülen manche Leute nicht, wenn sie die Toilette benutzen? Immer am Tollsten:
Kackwurst im Klo, nicht gespült UND kein Klopapier in der Schüssel. An dieser Stelle meldet sich immer meine Fantasie und ich sage ihr dann sie soll die Fresse halten...
Oder: Warum befüllen Leute einen Wasserkocher mit einem Liter Wasser, wenn ihr Tasse gerade mal 200 ml fasst?! Achso vergessen, Wasser ist ja uuuunendlich! Da meldet sich ja immer der Öko in mir, denn sowas ist einfach nur blöd. Genau wie Licht anlassen, Wasser laufen lassen, Aircon nicht abschalten. Solchen Gästen würde ich gerne mal ins Gesicht sagen, dass sie einen IQ haben von 3 - bei 4 grunzen Schweine!!!
Natürlich sind nicht alle Gäste so, da muss schon erwähnt werden. 7 von 10 sind ätzend.
Diese Mentalität "Die bekommen ja Geld für's Putzen" finde ich dermaßen ätzend. Einfach nur absolut respektlos und abwertend. Als ob man nichts machen müsste, wenn das Zimmer beim check out mal nicht aussieht wie ein Schweinestall.
Jetzt fragt euch mal: Welcher Hotelgast-Typ bin ich?
Kommt hinzu, dass Housekeeping oft.. naja, meist... einfach nur total stumpfsinnige Arbeit ist. Betten abziehen, neu beziehen, Kaffee auffüllen, Toiletten putzen, Böden, wischen, Wäsche waschen und legen. Da hat das Großhirn Urlaub, sag ich euch.
Und das in einem Kaff wie Southern Cross. Selbst wenn man nicht viele Stunden arbeitet, ist der Erholungswert gleich null, weil man nicht abschalten kann. Es gibt keine Abwechslung, nichts um auf andere Gedanken zu kommen. Ich glaube ganz einfach dass zumindest MEIN Großhirn nach etwa 8 Wochen Urlaub die Grenze der Unterforderung erreicht und gern wieder etwas arbeiten möchte. Es wird Zeit für etwas Neues...
Nach ca. einem Jahr in diesem Job kann ich nur eines sagen: Ich hasse ihn!
Er ist die perfekte Gelegneheit zum Menschenhasser zu werden.
Warum?
Weil ich es total geil finde Kacke aus'm Klo zu kratzen. Nee ehrlich. Wozu gibt's Klobürsten? Damit ich die (für andere) benutzen kann. Klaro.
Sehr geil ist es auch immer Tag für Tag alle Handtücher vom Boden aufzuheben. Der Spaß wächst, wenn sie in der tropfenden Dusche aufgehäuft wurden. Warum nicht mal einen Haufen klatschnasser, schwerer, tropfender Handtücher zur Waschmaschine schleppen?
Riesen Freude! (Wer Ironie findet, darf sie behalten.)
Ein beliebtes Spiel der Gäste ist auch folgendes, in 3 Variationen:
a) Ich benutze nichts, aber fasse alles an, verteile es im Raum und bringe es durcheinander!
b) Wir sind zu zweit im Doppelzimmer also lass uns das extra Bett auch noch benutzen!
c) Ich bin allein im Doppelzimmer und benutze alle 4 Kissen!
Ziel ist es dem Housekeeper möglichst viel Arbeit zu machen, die eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Gewonnen hat, wer auscheckt bevor ich ihn in die Fänge bekomme und ihm eine reinhauen kann. Ich habe bisher leider immer verloren...
Populäre Gäste sind auch jene, die einem Das Gefühl geben (wollen) dass man als Housekeeper gaaaanz unten in der Rangordnung steht. Da begrüßt man den geehrten (Arschloch-)Kunden höflich und wird im Gegenzug behandelt wie Luft. Wäre der rote Teppich zur Hand gewesen hätte ich ihn natürlich ausgerollt, der Kunde ist ja König. Nicht jedoch ohne ihn vorher einmal gepflegt auf den Kopf des Gastes zu hauen.
Ja, Housekeeping ist eine Arbeit die den Aggressionstrieb fördert. Wer Probleme damit hat etwas wie Aggression zu empfinden (seeeehr schwer nachvollziehbar für mich), dem sei geraten in diesem Beruf zu arbeiten. Bei mir reichen immer schon wenige Wochen am Stück und ich lynche und meuchle gedanklich fröhlich vor mich hin.
Dann gibt es da noch die Mysterien des Housekeeping, z.B. (jetzt wird's eklig):
Warum spülen manche Leute nicht, wenn sie die Toilette benutzen? Immer am Tollsten:
Kackwurst im Klo, nicht gespült UND kein Klopapier in der Schüssel. An dieser Stelle meldet sich immer meine Fantasie und ich sage ihr dann sie soll die Fresse halten...
Oder: Warum befüllen Leute einen Wasserkocher mit einem Liter Wasser, wenn ihr Tasse gerade mal 200 ml fasst?! Achso vergessen, Wasser ist ja uuuunendlich! Da meldet sich ja immer der Öko in mir, denn sowas ist einfach nur blöd. Genau wie Licht anlassen, Wasser laufen lassen, Aircon nicht abschalten. Solchen Gästen würde ich gerne mal ins Gesicht sagen, dass sie einen IQ haben von 3 - bei 4 grunzen Schweine!!!
Natürlich sind nicht alle Gäste so, da muss schon erwähnt werden. 7 von 10 sind ätzend.
Diese Mentalität "Die bekommen ja Geld für's Putzen" finde ich dermaßen ätzend. Einfach nur absolut respektlos und abwertend. Als ob man nichts machen müsste, wenn das Zimmer beim check out mal nicht aussieht wie ein Schweinestall.
Jetzt fragt euch mal: Welcher Hotelgast-Typ bin ich?
Kommt hinzu, dass Housekeeping oft.. naja, meist... einfach nur total stumpfsinnige Arbeit ist. Betten abziehen, neu beziehen, Kaffee auffüllen, Toiletten putzen, Böden, wischen, Wäsche waschen und legen. Da hat das Großhirn Urlaub, sag ich euch.
Und das in einem Kaff wie Southern Cross. Selbst wenn man nicht viele Stunden arbeitet, ist der Erholungswert gleich null, weil man nicht abschalten kann. Es gibt keine Abwechslung, nichts um auf andere Gedanken zu kommen. Ich glaube ganz einfach dass zumindest MEIN Großhirn nach etwa 8 Wochen Urlaub die Grenze der Unterforderung erreicht und gern wieder etwas arbeiten möchte. Es wird Zeit für etwas Neues...
Mittwoch, 12. September 2012
Palace Hotel
Die ersten Eindrücke sind gewichen, der Alltag ist da.
Das geht in einem Kaff wie Southern Cross besonders schnell, da man hier nicht gerade von Abwechslung erschlagen wird.
Die erste Woche wurde ich von meiner schwedischen Kollegin "eingearbeitet".
Waschbecken die aussahen wir reingekübelt, Staubdecken die zentimeterhoch waren, Böden mit klarem Wasser gewischt. Dazu jede Menge hilfreicher Ratschläge wie "Glasreiniger brauchst du nicht." und "Vergiss nicht hinter dem Klo zu putzen." (Ich hätte sie fast gefragt warum sie es nie gemacht hat.)
6 Tage musste ich mit ihr arbeiten und ich musste mehrmals an mich halten ihr nicht doch ne Putzmittelflasche an den Kopf zu werfen.... Einen Tag mehr und ich hätte sie im Klo ertränkt. Aber ging ja nochmal gut ;-)
Die Arbeit ist unspektakulär: fegen, wischen, putzen, Wäsche waschen und legen, Betten machen, was eben so anfällt. Meist so 5 Stunden am Tag, aber auch mal mehr oder weniger.
Mein Lohn ist eigentlich, gerade für westaustralische Verhältnisse, zum Kotzen.
$15 / Stunde und da gehen noch Steuern ab :-( Wenigstens kann ich umsonst hier wohnen in nem eigenen Zimmer und bekomme 3 Mahlzeiten am Tag. Da nimmt man auch in Kauf, dass diese nicht sonderlich abwechslungsreich sind. Es ist halt typisches Pubfood und Pommes gibt es zu fast allem als Beilage: Lasagne mit Pommes,Burger mit Pommes, Nuggets mit Pommes, Steak mit Pommes...
Ich kann jetzt schon 2 Dinge sagen:
Wenn ich hier weg bin, esse ich ne Weile lang keine Pommes mehr! Und ich werde was vernünftiges kochen!!!
Nach der Arbeit gibt es hier nicht wirklich was zu tun. Socialising Fehlanzeige. Wobei ich zugeben muss, dass ich mich bewusst zurückziehe. Das Pub ist ein Familienbetrieb und die Besitzer ein Ehepaar. Besonders er ist irgendwie merkwürdig und launisch. Da hab ich gar keine Lust auf Integration.
Und mal einen trinken gehen? Es gibt in Southern Cross 3 Pubs. In einem arbeite ich, ins zweite darf ich nicht gehen (Regel für die Angestellten) und ins dritte Pub hat es mich noch nicht gezogen. Bei meinem fantastischen Stundenlohn überleg ich 2 Mal, ob ich Geld für überteuerte Getränke ausgebe.
Also bleibt nicht viel außer mal mit meiner Kollegin nen Spaziergang machen oder ne DVD gucken. Es ist also stinklangweilig hier und kaum angekommen, kann man es kaum erwarten wieder zu gehen...
Das geht in einem Kaff wie Southern Cross besonders schnell, da man hier nicht gerade von Abwechslung erschlagen wird.
Die erste Woche wurde ich von meiner schwedischen Kollegin "eingearbeitet".
Waschbecken die aussahen wir reingekübelt, Staubdecken die zentimeterhoch waren, Böden mit klarem Wasser gewischt. Dazu jede Menge hilfreicher Ratschläge wie "Glasreiniger brauchst du nicht." und "Vergiss nicht hinter dem Klo zu putzen." (Ich hätte sie fast gefragt warum sie es nie gemacht hat.)
Ich habe es mir nicht nehmen lassen ein Bild zu machen!
6 Tage musste ich mit ihr arbeiten und ich musste mehrmals an mich halten ihr nicht doch ne Putzmittelflasche an den Kopf zu werfen.... Einen Tag mehr und ich hätte sie im Klo ertränkt. Aber ging ja nochmal gut ;-)
Die Arbeit ist unspektakulär: fegen, wischen, putzen, Wäsche waschen und legen, Betten machen, was eben so anfällt. Meist so 5 Stunden am Tag, aber auch mal mehr oder weniger.
"Dongas", vorwiegend für die Minenarbeiter
Mein Lohn ist eigentlich, gerade für westaustralische Verhältnisse, zum Kotzen.
$15 / Stunde und da gehen noch Steuern ab :-( Wenigstens kann ich umsonst hier wohnen in nem eigenen Zimmer und bekomme 3 Mahlzeiten am Tag. Da nimmt man auch in Kauf, dass diese nicht sonderlich abwechslungsreich sind. Es ist halt typisches Pubfood und Pommes gibt es zu fast allem als Beilage: Lasagne mit Pommes,Burger mit Pommes, Nuggets mit Pommes, Steak mit Pommes...
lukullische "Vielfalt"
Ich kann jetzt schon 2 Dinge sagen:
Wenn ich hier weg bin, esse ich ne Weile lang keine Pommes mehr! Und ich werde was vernünftiges kochen!!!
Nach der Arbeit gibt es hier nicht wirklich was zu tun. Socialising Fehlanzeige. Wobei ich zugeben muss, dass ich mich bewusst zurückziehe. Das Pub ist ein Familienbetrieb und die Besitzer ein Ehepaar. Besonders er ist irgendwie merkwürdig und launisch. Da hab ich gar keine Lust auf Integration.
Und mal einen trinken gehen? Es gibt in Southern Cross 3 Pubs. In einem arbeite ich, ins zweite darf ich nicht gehen (Regel für die Angestellten) und ins dritte Pub hat es mich noch nicht gezogen. Bei meinem fantastischen Stundenlohn überleg ich 2 Mal, ob ich Geld für überteuerte Getränke ausgebe.
Also bleibt nicht viel außer mal mit meiner Kollegin nen Spaziergang machen oder ne DVD gucken. Es ist also stinklangweilig hier und kaum angekommen, kann man es kaum erwarten wieder zu gehen...
das Palace Hotel
Blick vom Lookout
am Lookout
Schön, oder!? Aber wenn man die Sonnenuntergänge aus
Brisbane kennt, sind diese hier fast schon langweilig!
Einmal über den Kontinent bitte!
Sie hat (erstmal) ein Ende, die Zeit in meiner Wahlheimat Brisbane.
Abgesehen von der Sorge um Geld und Arbeit war die letzte Zeit, Dank Davoud, doch noch ganz schön. Wir haben uns viele Abende und Nächte um die Ohren gehauen, waren tanzen, haben das eine oder andere Jug Bier runtergeschlürft und Davoud hat mich eingeladen und für mich iranisch gekocht.
Aber die Zeit bleibt nicht stehen. Vollbepackt und mit plötzlich 2 Koffern (Dank den notwendigerweise gekauften warmen Klamotten und meiner Schnorchelausrüstung) durfte ich gleich erstmal extra Gepäck berappen.
Viel zu viel Gepäck! Das ist nicht nur unwitzig, sondern auch unpraktisch!
Virgin Australia brachte mich 5,5 (in Worten: fünfeinhalb) Stunden Flug einmal auf die andere Seite des australischen Kontinents. Und alles was ich wusste war: Ich werde als Housekeeper in Southern Cross arbeiten.
Das ist, in europäischen Verhältnissen, in etwa so als würde man nach Ägypten, Saudi Arabien oder auf die Kanaren fliegen. Nur um einen Job zu beginnen für den man nicht mehr hat als eine mündliche Zusage und bei dem man nicht im geringsten weiß worauf man sich einlässt. Aber Australien funktioniert eben so!
Nach einer Nacht in Perth musste ich am nächsten Tag nochmal 5 Stunden mit dem Zug landeinwärts fahren. Die Australier lieben es übrigens ihren Zügen klangvolle Namen zu geben und so bin ich mit dem "Prospector" gefahren. Das war allerdings sehr komfortabel (gerade im Vergleich zum vorangegangenen Flug): Beinfreiheit, Steckdose, Fenstersitz und DVD - sehr cool :-)
Damit ihr eine Vorstellung bekommt. Southern Cross liegt bei dem Zug Symbol!
Gegen 19 Uhr kam ich endlich in Southern Cross an und da bin ich nun also in diesem Country Hotel, dessen Atmosphäre ich kurz als seltsam beschreiben möchte und dessen erster Eindruck der sanitären Anlagen ein "OMG, ich habe keine Flip Flops zum Duschen!!!" bei mir auslöste.
Ironischerweise ist der Name des Etablissements "Palace Hotel". Nun, ein Palast ist es nicht, so viel sei schon jetzt verraten. Ich nenne es "Frankenstein's Hotel". Und ich bin unglaublich froh die Bewertungen bei Tripadvisor erst nach meiner Ankunft zu gelesen zu haben...
Im nächsten Blog sind die ersten Eindrücke verdaut und ihr erfahrt mehr!
Dabelju Ey
Achtung Bildung!
Im Gegensatz zur Ostküste steht WA im Ruf ursprünglicher zu sein: Nationalparks, endlose Strände, Outback, das Ningaloo Reef, weniger Toursimus, dafür riesige Distanzen zwischen den einzelnen Zielen.
"Da kannst du stundenlang fahren ohne dass dir jemand entgegenkommt!" oder "Da gibt es die tollsten Strände!" habe ich oft gehört. Leute, die der australischen Ostküste oft so gar nichts abgewinnen können, lieben häufig dennoch die Westküste.
Was an all den Behauptungen dran ist? Ich werde es herausfinden! Hoffe ich...
Westaustralien befindet sich im Westen (hört hört!) des australischen Kontinents und nimmt etwa ein Drittel dessen Fläche ein. Es ist in etwa so groß wie Kontinentaleuropa und seine Hauptstadt Perth ist eine der abgelegensten Großstädte der Welt.
Als Aussie bezeichnet man Westaustralien als Western Australia (Wer hätte es gedacht!?und weil man maulfaul ist ,eben kurz als WA (gesprochen eben dabelju ey).Im Gegensatz zur Ostküste steht WA im Ruf ursprünglicher zu sein: Nationalparks, endlose Strände, Outback, das Ningaloo Reef, weniger Toursimus, dafür riesige Distanzen zwischen den einzelnen Zielen.
"Da kannst du stundenlang fahren ohne dass dir jemand entgegenkommt!" oder "Da gibt es die tollsten Strände!" habe ich oft gehört. Leute, die der australischen Ostküste oft so gar nichts abgewinnen können, lieben häufig dennoch die Westküste.
Was an all den Behauptungen dran ist? Ich werde es herausfinden! Hoffe ich...
Dienstag, 24. Juli 2012
Kein Job, kein Geld, keine Ahnung wie es weitergeht
Mal verliert man und mal gewinnen die Anderen!
Volle Kanne mein Motto derzeit!
Im Außenlager "Banana Benders" läuft es ganz gut. Ich hatte schon Hostels die sozialer waren, aber Gott sei Dank habe ich immer nette Mädels in meinem Zimmer, so dass ich dort Gesellschaft habe. Und das Assi Way (haha!) ist ja um die Ecke, so dass ich Christoph & Co. noch regelmäßig sehe.
Was schwierig ist und wo sich mir die Kehle zuschürt, ist die Jobsuche.
Woche für Woche Miete abdrücken, Essen muss man auch was und es kommt aber nix rein. Der Blick auf den Kontostand ist gerade gar kein Vergnügen und ich habe nicht gezählt wie oft ich mich schon im Flieger nach Hause gesehen hab :-(
Da wünscht man sich dann doch mal an Mama's Rockzipfel oder zu den Mädels, um getröstet zu werden. Trost ist nämlich hier gerade... sagen wir nicht so... mit Saad. Also Augen zu und durch!
Tagsüber also Bewerbungen schreiben en masse und genauso viele Absagen bekommen
:-( Und nachts? Tja, wenn die Tage so Scheiße sind, muss man sich etwas aufheitern... oder anheitern :-)
Und so gab es die eine oder andere Partynacht allein, mit den Deutschen oder mit neuen Leuten, die man eben auch immer wieder kennenlernt. Gott sei Dank!
Und nach 2 Wochen Bewerbungen schreiben, hab ich mich entschieden über den Tellerrand hiauszuschauen. Was hält mich schon in Brisbane? Ich meine, was hält mich was nicht nur verheißungsvoll, sondern auch beständig ist? NIX!
Und ratet mal was... Innerhalb von Stunden hatte ich einen Job!
Am Samstag, den 28.07. geht es für mich ins gelobte Land nach Western Australia!
Dort werde ich in einem Country Hotel das Housekeeping machen und kann auch an der Bar arbeiten. Es gibt Geld, freie Unterkunft und Essen umsonst (hoffentlich gut und viel ;-) ).
Na wenn das nicht nach was klingt!? Ubd ganz im Ernst, beschissener als in letzter Zeit in Brisbane, kann es kaum laufen. Und Erwartungen hab ich keine, außer: GELD!
In diesem Sinne bis bald!
Volle Kanne mein Motto derzeit!
Im Außenlager "Banana Benders" läuft es ganz gut. Ich hatte schon Hostels die sozialer waren, aber Gott sei Dank habe ich immer nette Mädels in meinem Zimmer, so dass ich dort Gesellschaft habe. Und das Assi Way (haha!) ist ja um die Ecke, so dass ich Christoph & Co. noch regelmäßig sehe.
:-)
mein Bettchen :-)
Woche für Woche Miete abdrücken, Essen muss man auch was und es kommt aber nix rein. Der Blick auf den Kontostand ist gerade gar kein Vergnügen und ich habe nicht gezählt wie oft ich mich schon im Flieger nach Hause gesehen hab :-(
Da wünscht man sich dann doch mal an Mama's Rockzipfel oder zu den Mädels, um getröstet zu werden. Trost ist nämlich hier gerade... sagen wir nicht so... mit Saad. Also Augen zu und durch!
Tagsüber also Bewerbungen schreiben en masse und genauso viele Absagen bekommen
:-( Und nachts? Tja, wenn die Tage so Scheiße sind, muss man sich etwas aufheitern... oder anheitern :-)
Und so gab es die eine oder andere Partynacht allein, mit den Deutschen oder mit neuen Leuten, die man eben auch immer wieder kennenlernt. Gott sei Dank!
Und nach 2 Wochen Bewerbungen schreiben, hab ich mich entschieden über den Tellerrand hiauszuschauen. Was hält mich schon in Brisbane? Ich meine, was hält mich was nicht nur verheißungsvoll, sondern auch beständig ist? NIX!
Und ratet mal was... Innerhalb von Stunden hatte ich einen Job!
Am Samstag, den 28.07. geht es für mich ins gelobte Land nach Western Australia!
Dort werde ich in einem Country Hotel das Housekeeping machen und kann auch an der Bar arbeiten. Es gibt Geld, freie Unterkunft und Essen umsonst (hoffentlich gut und viel ;-) ).
Na wenn das nicht nach was klingt!? Ubd ganz im Ernst, beschissener als in letzter Zeit in Brisbane, kann es kaum laufen. Und Erwartungen hab ich keine, außer: GELD!
In diesem Sinne bis bald!
Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei)!
Da war ich wieder im Aussie Way, zurück zum alten Job. Und was soll ich sagen? Ich habe es gehasst! Jetzt nicht die Arbeit an sich. Putzen ist bestimmt nicht meine Lieblingsaufgabe, aber es ist doch schnell erledigt und man sieht ein Ergebnis. Die eigentliche Arbeit einer Rezeption machte mir weiterhin bzw. wieder richtig Spaß.
Was hat mich also angekotzt? Ganz einfach:
Die Einstellung mancher Gäste. (Nein, ich muss nicht hinter deiner Miete her rennen. Nein, du bekommst den wöchentlichen Discount nicht wenn du einen Tag später zahlst.)
Noch mehr aber die Einstellung meiner Chefin, die ja vor kurzem noch Feuer und Flamme über meine Rückkehr gewesen war und mir plötzlich meinte sagen zu müssen, dass sie mich nicht fürs Nichtstun bezahlt. Häääää?
Nichts hatte sich verändert, auch nicht meine Art zu arbeiten. Womit sie vor 6 Monaten noch glücklich gewesen war gab nun aber Anlass zu sinnloser Kritik. Wieso weshalb warum, keine Ahnung. Vielleicht weil Kollege Alex im Urlaub war und nur Petra und ich den Laden schmissen. Und es sei kurz angemerkt, dass das gut funktionierte!
Was sich nicht verändert hatte war, dass organisatorisch nichts voran gegangen war.
Sämtliche Buchungen noch per Hand, schlecht oder nicht funktionierendes Internet, ein kaputter Staubsauger, sich in alles reinreden lassen müssen, nach vorgegebenem Zeitplan arbeiten müssen,bloß nicht zu viel Wäsche waschen, kostet ja Geld, lüften reicht.
Geld ist überhaupt ein tolles Thema. Ich konnte das Wort nicht mehr hören!
Alles ist zu viel verlangt, alles ist zu teuer. Kein Messer in der Küche, das schneidet. Internet funktionierte nicht. Bei Arschkälte draußen sitzen zu müssen, um überhaupt Empfang zu haben!
Heizug aufdrehen gibt Ärgerm, weil es zu teuer ist. Die Nachstschicht musste die Kabel abmachen, es wurde nur keinem gesagt und dann gab es Anschiss weil sie eben keiner abmachte!
Aaaaaalter, ich bin ja für vieles in Australien. Aber ganz bestimmt nicht, um mich mit 30 Jahren behandeln zu lassen wie ne 15jährige!
Nein, es ist nicht jeder Tag wie der andere. Ich kann nicht jeden Tag um 9 Uhr fegen, um 11 Uhr das Bad putzen bla bla ba. Weil vielleicht mal mehr Zimmer vorzubereiten sind oder viele Check Ous sind! Nee ich kann auch nicht gleichzeitig Leute aus den Zimmern umziehen, weil da SCHON WIEDER Bed Bugs sind und zur selben Zeit Gäste auschecken und das Bad putzen. Sorry ich habe nur 2 Hände! Hätte ich 3 würde ich im Zirkus auftreten!!
Und nein, ich habe keinen Bock fast kotzen zu müssen, weil der Staubsauger stinkt wie die Pest und doch nicht saugt! Hallo, die haben den Staubsaugerschlauch mit Paketklebeband geklebt, damit er wieder dicht ist! Was nir dazu gesagt wurde, war: "Nimm doch den aus dem anderen Gebäude!"
Ey hallo, stimmt, der ist ja nur schwer! Und bin ich eigentlich versichert, wenn ich beim Tragen dieses Monsters auf die Fresse fliege?!
Kurz und gut: ich konnte nicht mehr alles abnicken. Und ich konnte nicht mehr darüber hinwegsehen, das Christina ein geldgierige, unengagierte Kuh ist!
Und dann kam es wie es kommen musste. Nachdem ich ihr dann doch noch gesagt hatte, dass der Staubsauger nicht funzt, meinte sie nur es würde kein neuer gekauft, die kosten $400 bla bla.
Und ich erzähl es später Christoph und der hatte nix besseres zu tun als Preise zu googeln und sie darauf anzusprechen, dass es Staubsauger doch schon für $130 Dollar gibt. *FAIL*
Noch dazu hat er erwähnt, dass er zuvor bissl die Küche geputzt hat und mal gesaugt hat (stimmt, aber ich hatte gesagt dass er das net machen soll / muss und er meinte nur dass ihm langweilig sei).DABEI habe er festgestellt, dass der Staubsauger doch kaputt sei. *EPIC FAIL*
Wenn Männer nur einmal nachdenken würden....
Cheffe hat natürlich gedacht, dass ich Christoph zu ihr geschickt habe wegen dem Staubsauger.
Hat die keinen Zentimeter interessiert darüber zu reden oder mal zu mir zu kommen uns zu fragen wie es denn wirklich war. Auf den Punkt gebracht: jegliche Form von Konfliktlösung lag ihr sehr...sagen wir... fern. Denn sie hat sich dazu entschlossen in das Gästezimmer zu stürmen wo ich am Putzen war und mich dermaßen anzubrüllen, dass ich gar nicht wusste wie mir geschieht.
Und das vor Gästen! Hallo? Geht's noch!?
Naja, mein Stolz hat mir dann keine andere Wahl gelassen als direkt zu kündigen. SO KANN ISCH NET ARBEIDE!!! Ich bin doch keine 12 dass die so mit mir reden kann.
Und weil ich natürlich komplett bockig bin - Wer es sich mit mir richtig versaut, für den besteht keine Aussicht auf Besserung. Eher gefriert die Hölle. - hab ich natürlich ALLES hingeschmissen.
Ja, auch die freie Unterkunft im feien Zimmer und bin in das Hostel um die Ecke gezogen!
Seh ich doch gar nicht ein der ollen Kuh noch jede Woche $156 Miete zu zahlen, nur damit sie noch reicher wird. Soll sie doch an ihrem Geld ersticken, von mir bekommt sie nichts mehr!
Und ich? Eine Nacht konnte ich bei Saad verbringen und dann ging es, wie erwähnt, um die Ecke ins "Banana Benders". Und das ist jetzt mein zuhause bis auf Weiteres.
Wobei mein Wunsch in Brisbane zu bleiben sich echt relativiert. Saad geht nach Dubai für 5 Wochen, meine Gruppe aus dem Hostel reist bald ab und so ist es vielleicht an der Zeit etwas Neues zu sehen.
Mal sehen was die Zukunft bringt!
In diesem Sinne die liebsten Grüße von eurer kleinen Rebellin :-D
Was hat mich also angekotzt? Ganz einfach:
Die Einstellung mancher Gäste. (Nein, ich muss nicht hinter deiner Miete her rennen. Nein, du bekommst den wöchentlichen Discount nicht wenn du einen Tag später zahlst.)
Noch mehr aber die Einstellung meiner Chefin, die ja vor kurzem noch Feuer und Flamme über meine Rückkehr gewesen war und mir plötzlich meinte sagen zu müssen, dass sie mich nicht fürs Nichtstun bezahlt. Häääää?
Nichts hatte sich verändert, auch nicht meine Art zu arbeiten. Womit sie vor 6 Monaten noch glücklich gewesen war gab nun aber Anlass zu sinnloser Kritik. Wieso weshalb warum, keine Ahnung. Vielleicht weil Kollege Alex im Urlaub war und nur Petra und ich den Laden schmissen. Und es sei kurz angemerkt, dass das gut funktionierte!
Was sich nicht verändert hatte war, dass organisatorisch nichts voran gegangen war.
Sämtliche Buchungen noch per Hand, schlecht oder nicht funktionierendes Internet, ein kaputter Staubsauger, sich in alles reinreden lassen müssen, nach vorgegebenem Zeitplan arbeiten müssen,bloß nicht zu viel Wäsche waschen, kostet ja Geld, lüften reicht.
Geld ist überhaupt ein tolles Thema. Ich konnte das Wort nicht mehr hören!
Alles ist zu viel verlangt, alles ist zu teuer. Kein Messer in der Küche, das schneidet. Internet funktionierte nicht. Bei Arschkälte draußen sitzen zu müssen, um überhaupt Empfang zu haben!
Heizug aufdrehen gibt Ärgerm, weil es zu teuer ist. Die Nachstschicht musste die Kabel abmachen, es wurde nur keinem gesagt und dann gab es Anschiss weil sie eben keiner abmachte!
Aaaaaalter, ich bin ja für vieles in Australien. Aber ganz bestimmt nicht, um mich mit 30 Jahren behandeln zu lassen wie ne 15jährige!
Nein, es ist nicht jeder Tag wie der andere. Ich kann nicht jeden Tag um 9 Uhr fegen, um 11 Uhr das Bad putzen bla bla ba. Weil vielleicht mal mehr Zimmer vorzubereiten sind oder viele Check Ous sind! Nee ich kann auch nicht gleichzeitig Leute aus den Zimmern umziehen, weil da SCHON WIEDER Bed Bugs sind und zur selben Zeit Gäste auschecken und das Bad putzen. Sorry ich habe nur 2 Hände! Hätte ich 3 würde ich im Zirkus auftreten!!
Und nein, ich habe keinen Bock fast kotzen zu müssen, weil der Staubsauger stinkt wie die Pest und doch nicht saugt! Hallo, die haben den Staubsaugerschlauch mit Paketklebeband geklebt, damit er wieder dicht ist! Was nir dazu gesagt wurde, war: "Nimm doch den aus dem anderen Gebäude!"
Ey hallo, stimmt, der ist ja nur schwer! Und bin ich eigentlich versichert, wenn ich beim Tragen dieses Monsters auf die Fresse fliege?!
Kurz und gut: ich konnte nicht mehr alles abnicken. Und ich konnte nicht mehr darüber hinwegsehen, das Christina ein geldgierige, unengagierte Kuh ist!
Und dann kam es wie es kommen musste. Nachdem ich ihr dann doch noch gesagt hatte, dass der Staubsauger nicht funzt, meinte sie nur es würde kein neuer gekauft, die kosten $400 bla bla.
Und ich erzähl es später Christoph und der hatte nix besseres zu tun als Preise zu googeln und sie darauf anzusprechen, dass es Staubsauger doch schon für $130 Dollar gibt. *FAIL*
Noch dazu hat er erwähnt, dass er zuvor bissl die Küche geputzt hat und mal gesaugt hat (stimmt, aber ich hatte gesagt dass er das net machen soll / muss und er meinte nur dass ihm langweilig sei).DABEI habe er festgestellt, dass der Staubsauger doch kaputt sei. *EPIC FAIL*
Wenn Männer nur einmal nachdenken würden....
Cheffe hat natürlich gedacht, dass ich Christoph zu ihr geschickt habe wegen dem Staubsauger.
Hat die keinen Zentimeter interessiert darüber zu reden oder mal zu mir zu kommen uns zu fragen wie es denn wirklich war. Auf den Punkt gebracht: jegliche Form von Konfliktlösung lag ihr sehr...sagen wir... fern. Denn sie hat sich dazu entschlossen in das Gästezimmer zu stürmen wo ich am Putzen war und mich dermaßen anzubrüllen, dass ich gar nicht wusste wie mir geschieht.
Und das vor Gästen! Hallo? Geht's noch!?
Naja, mein Stolz hat mir dann keine andere Wahl gelassen als direkt zu kündigen. SO KANN ISCH NET ARBEIDE!!! Ich bin doch keine 12 dass die so mit mir reden kann.
Und weil ich natürlich komplett bockig bin - Wer es sich mit mir richtig versaut, für den besteht keine Aussicht auf Besserung. Eher gefriert die Hölle. - hab ich natürlich ALLES hingeschmissen.
Ja, auch die freie Unterkunft im feien Zimmer und bin in das Hostel um die Ecke gezogen!
Seh ich doch gar nicht ein der ollen Kuh noch jede Woche $156 Miete zu zahlen, nur damit sie noch reicher wird. Soll sie doch an ihrem Geld ersticken, von mir bekommt sie nichts mehr!
Und ich? Eine Nacht konnte ich bei Saad verbringen und dann ging es, wie erwähnt, um die Ecke ins "Banana Benders". Und das ist jetzt mein zuhause bis auf Weiteres.
Wobei mein Wunsch in Brisbane zu bleiben sich echt relativiert. Saad geht nach Dubai für 5 Wochen, meine Gruppe aus dem Hostel reist bald ab und so ist es vielleicht an der Zeit etwas Neues zu sehen.
Mal sehen was die Zukunft bringt!
In diesem Sinne die liebsten Grüße von eurer kleinen Rebellin :-D
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