Dienstag, 24. Juli 2012

Kein Job, kein Geld, keine Ahnung wie es weitergeht

Mal verliert man und mal gewinnen die Anderen!
Volle Kanne mein Motto derzeit!

Im Außenlager "Banana Benders" läuft es ganz gut. Ich hatte schon Hostels die sozialer waren, aber Gott sei Dank habe ich immer nette Mädels in meinem Zimmer, so dass ich dort Gesellschaft habe. Und das Assi Way (haha!) ist ja um die Ecke, so dass ich Christoph & Co. noch regelmäßig sehe.

:-)
 
mein Bettchen :-)
 
 
Was schwierig ist und wo sich mir die Kehle zuschürt, ist die Jobsuche.
Woche für Woche Miete abdrücken, Essen muss man auch was und es kommt aber nix rein. Der Blick auf den Kontostand ist gerade gar kein Vergnügen und ich habe nicht gezählt wie oft ich mich schon im Flieger nach Hause gesehen hab :-(

Da wünscht man sich dann doch mal an Mama's Rockzipfel oder zu den Mädels, um getröstet zu werden. Trost ist nämlich hier gerade... sagen wir nicht so... mit Saad. Also Augen zu und durch!

Tagsüber also Bewerbungen schreiben en masse und genauso viele Absagen bekommen
 :-( Und nachts? Tja, wenn die Tage so Scheiße sind, muss man sich etwas aufheitern... oder anheitern :-)

Und so gab es die eine oder andere Partynacht allein, mit den Deutschen oder mit neuen Leuten, die man eben auch immer wieder kennenlernt. Gott sei Dank!

Und nach 2 Wochen Bewerbungen schreiben, hab ich mich entschieden über den Tellerrand hiauszuschauen. Was hält mich schon in Brisbane? Ich meine, was hält mich was nicht nur verheißungsvoll, sondern auch beständig ist? NIX!
Und ratet mal was... Innerhalb von Stunden hatte ich einen Job!

Am Samstag, den 28.07. geht es für mich ins gelobte Land nach Western Australia!
Dort werde ich in einem Country Hotel das Housekeeping machen und kann auch an der Bar arbeiten. Es gibt Geld, freie Unterkunft und Essen umsonst (hoffentlich gut und viel ;-) ).
Na wenn das nicht nach was klingt!? Ubd ganz im Ernst, beschissener als in letzter Zeit in Brisbane, kann es kaum laufen. Und Erwartungen hab ich keine, außer: GELD!

In diesem Sinne bis bald!

Alles hat ein Ende (nur die Wurst hat zwei)!

Da war ich wieder im Aussie Way, zurück zum alten Job. Und was soll ich sagen? Ich habe es gehasst! Jetzt nicht die Arbeit an sich. Putzen ist bestimmt nicht meine Lieblingsaufgabe, aber es ist doch schnell erledigt und man sieht ein Ergebnis. Die eigentliche Arbeit einer Rezeption machte mir weiterhin bzw. wieder richtig Spaß.

Was hat mich also angekotzt? Ganz einfach:
Die Einstellung mancher Gäste. (Nein, ich muss nicht hinter deiner Miete her rennen. Nein, du bekommst den wöchentlichen Discount nicht wenn du einen Tag später zahlst.)
Noch mehr aber die Einstellung meiner Chefin, die ja vor kurzem noch Feuer und Flamme über meine Rückkehr gewesen war und mir plötzlich meinte sagen zu müssen, dass sie mich nicht fürs Nichtstun bezahlt. Häääää?

Nichts hatte sich verändert, auch nicht meine Art zu arbeiten. Womit sie vor 6 Monaten noch glücklich gewesen war gab nun aber Anlass zu sinnloser Kritik. Wieso weshalb warum, keine Ahnung. Vielleicht weil Kollege Alex im Urlaub war und nur Petra und ich den Laden schmissen. Und es sei kurz angemerkt, dass das gut funktionierte!

Was sich nicht verändert hatte war, dass organisatorisch nichts voran gegangen war.
Sämtliche Buchungen noch per Hand, schlecht oder nicht funktionierendes Internet, ein kaputter Staubsauger, sich in alles reinreden lassen müssen, nach vorgegebenem Zeitplan arbeiten müssen,bloß nicht zu viel Wäsche waschen, kostet ja Geld, lüften reicht.

Geld ist überhaupt ein tolles Thema. Ich konnte das Wort nicht mehr hören!
Alles ist zu viel verlangt, alles ist zu teuer. Kein Messer in der Küche, das schneidet. Internet funktionierte nicht.  Bei Arschkälte draußen sitzen zu müssen, um überhaupt Empfang zu haben!
Heizug aufdrehen gibt Ärgerm, weil es zu teuer ist. Die Nachstschicht musste die Kabel abmachen, es wurde nur keinem gesagt und dann gab es Anschiss weil sie eben keiner abmachte!

Aaaaaalter, ich bin ja für vieles in Australien. Aber ganz bestimmt nicht, um mich mit 30 Jahren behandeln zu lassen wie ne 15jährige!

Nein, es ist nicht jeder Tag wie der andere. Ich kann nicht jeden Tag um 9 Uhr fegen, um 11 Uhr das Bad putzen bla bla ba. Weil vielleicht mal mehr Zimmer vorzubereiten sind oder viele Check Ous sind! Nee ich kann auch nicht gleichzeitig Leute aus den Zimmern umziehen, weil da SCHON WIEDER Bed Bugs sind und zur selben Zeit Gäste auschecken und das Bad putzen. Sorry ich habe nur 2 Hände! Hätte ich 3 würde ich im Zirkus auftreten!!
Und nein, ich habe keinen Bock fast kotzen zu müssen, weil der Staubsauger stinkt wie die Pest und doch nicht saugt! Hallo, die haben den Staubsaugerschlauch mit Paketklebeband geklebt, damit er wieder dicht ist! Was nir dazu gesagt wurde, war: "Nimm doch den aus dem anderen Gebäude!"
Ey hallo, stimmt, der ist ja nur schwer! Und bin ich eigentlich versichert, wenn ich beim Tragen dieses Monsters auf die Fresse fliege?!

Kurz und gut: ich konnte nicht mehr alles abnicken. Und ich konnte nicht mehr darüber hinwegsehen, das Christina ein geldgierige, unengagierte Kuh ist!

Und dann kam es wie es kommen musste. Nachdem ich ihr dann doch noch gesagt hatte, dass der Staubsauger nicht funzt, meinte sie nur es würde kein neuer gekauft, die kosten $400 bla bla.
Und ich erzähl es später Christoph und der hatte nix besseres zu tun als Preise zu googeln und sie darauf anzusprechen, dass es Staubsauger doch schon für $130 Dollar gibt. *FAIL*

Noch dazu hat er erwähnt, dass er zuvor bissl die Küche geputzt hat und mal gesaugt hat (stimmt, aber ich hatte gesagt dass er das net machen soll / muss und er meinte nur dass ihm langweilig sei).DABEI habe er festgestellt, dass der Staubsauger doch kaputt sei. *EPIC FAIL*
Wenn Männer nur einmal nachdenken würden....

Cheffe hat natürlich gedacht, dass ich Christoph zu ihr geschickt habe wegen dem Staubsauger.
Hat die keinen Zentimeter interessiert darüber zu reden oder mal zu mir zu kommen uns zu fragen wie es denn wirklich war. Auf den Punkt gebracht: jegliche Form von Konfliktlösung lag ihr sehr...sagen wir... fern. Denn sie hat sich dazu entschlossen in das Gästezimmer zu stürmen wo ich am Putzen war und mich dermaßen anzubrüllen, dass ich gar nicht wusste wie mir geschieht.
Und das vor Gästen! Hallo? Geht's noch!?

Naja, mein Stolz hat mir dann keine andere Wahl gelassen als direkt zu kündigen. SO KANN ISCH NET ARBEIDE!!! Ich bin doch keine 12 dass die so mit mir reden kann.

Und weil ich natürlich komplett bockig bin - Wer es sich mit mir richtig versaut, für den besteht keine Aussicht auf Besserung. Eher gefriert die Hölle. - hab ich natürlich ALLES hingeschmissen.
Ja, auch die freie Unterkunft im feien Zimmer und bin in das Hostel um die Ecke gezogen!
Seh ich doch gar nicht ein der ollen Kuh noch jede Woche $156 Miete zu zahlen, nur damit sie noch reicher wird. Soll sie doch an ihrem Geld ersticken, von mir bekommt sie nichts mehr!

Und ich? Eine Nacht konnte ich bei Saad verbringen und dann ging es, wie erwähnt, um die Ecke ins "Banana Benders". Und das ist jetzt mein zuhause bis auf Weiteres.
Wobei mein Wunsch in Brisbane zu bleiben sich echt relativiert. Saad geht nach Dubai für 5 Wochen, meine Gruppe aus dem Hostel reist bald ab und so ist es vielleicht an der Zeit etwas Neues zu sehen.

Mal sehen was die Zukunft bringt!
In diesem Sinne die liebsten Grüße von eurer kleinen Rebellin :-D

Mittwoch, 6. Juni 2012

Rundflug Great Barrier Reef

Reef Worlddas WasserflugzeugBlick auf die InselgruppeBlick über eine der InselnSwirlsWhitehaven Beach und Hill Inlet
RiffRIMG0058Riff DetailHeart ReefRiffGreat Barrier Reef
Ausblickim Flugzeug

Rundflug Great Barrier Reef , ein Album auf Flickr.

Der WOW-Effekt

Es gibt Dinge, die zu beschreiben Worte einfach nicht taugen.
Man muss sie selbst gesehen haben.
Falls sich jemand fragt wozu man überhaupt lebt und weshalb der ganze Scheiß (ich kenne das SEHR gut), dem sei geraten zu reisen. Denn beim Reisen stelle ich mit schöner Regelmäßigkeit immer wieder fest wie schön doch diese Welt ist.


Der Regenwald am Cape Tribulation hat mich fasziniert, in Fijis glasklarem Südseewasser zu baden war die Erfüllung eines Lebenstraumes für mich, die Oper in Sydney hat mich staunen lassen, ich habe Wale und einen Mantarochen gesehen, bin über Riffe geschnorchelt und habe dort mit den Riesenmuscheln "gespielt". Aber das war alles ist NICHTS gegen meinen Flug über das Great Barrier Reef!
Schon im Bus zum Flughafen der Air Whitsunday traf ich 3 der 5 anderen Passagiere: ein australisches Ehepaar und eine Deutsche in meinem Alter. Wir waren eine sehr nette Gruppe, checkten zusammen ein und warteten gemeinsam auf den Flug. Und ich kann wohl mit guten Gewissen sagen, dass ich in der gesamten Gruppe die mit Abstand
aufgeregteste war.

Nachdem pünktlich die letzten beiden Passgiere (ein deutsches Pärchen) zu uns gestoßen waren - nein auch die konnten meine Aufregung nicht toppen - ging es auch schon los. Unser Pilot gab uns auf einer Landkarte noch einen kurzen Überblick über die Flugroute und schon ging es los: Rettungswesten umgelegt, eingestiegen ins Wasserflugzeug, angeschnallt - und schon waren wir in der Luft!

Der Start war etwas ruckelig, aber längst nicht so schlimm wie erwartet. Und sogar frischer Wind sauste uns um die Nase! Das erste was man sehen konnte war das bewaldete Gebiet um Airlie Beach und dann kamen auch schon das Meer und Airlie Beach in Sicht.

Der Pilot nahm Kurs auf die Whitsundays und wir überflogen die Inseln. Und ich staunte nicht schlecht wie schnell wir mit dem Flugzeug am Whitehaven Beach angekommen waren. Whitehaven kommt euch bekannt vor? Das ist der Strand der letztes Jahr Anjas und mein Highlight hatte werden sollen, es aber auf Grund diverser Umstände nicht geworden ist. Aus der Luft und bei diesem strahlend schönen Wetter, ist der Strand allerdings wirklich schön! Und endlich endlich (was uns ja im letzten Jahr von der Tour Crew komplett vorenthalten wurde) konnte ich den Hill Inlet sehen!

Dieses Bild ist einfach nur ein Traum!!! Das türkisblaue Meer vor der Insel und die weißen Streifen Sand ineinander verwirbelt zu Spiralen. Ganz im Ernst, das sieht aus wie das Paradies!!!!

Weiter ging es ca. 15 Minuten über das offene Meer, mit einzelnen kleinen Inselchen bis wir schließlich das Great Barrier Reef erreichten: erst vereinzelte Riffe und dann immer dichter werdend, eine Art riesiges Netz formend.

Ich weiß wirklich nicht wie ich es beschreiben soll... Stellt euch das schönste hellblau und türkis oder mintgrün vor, dass ihr jemals gesehen habt. Dazwischen bilden die Korallen das besagte "Netz". Und das alles über eine scheinbar endlose Strecke!
Man ist umgeben von den schönsten Farben der Welt, alles sieht so wunderschön aus, man kann nicht die Augen abwenden!!!

Am Liebsten wäre ich rausgehüpft in dieses unglaubliche Wasser, um in diesen Farben zu baden und um hier zu schnorcheln. Stattdessen gehörte aber nur ein "Touch and Go" zum Programm. Das bedeutet, der Pilot landet kurz mitten im Riff, steigt dann aber wieder auf.

Diese Umgebung, die Ausblicke, sind so schön, dass sie fast irreal waren. Und Flugangst? Pustekuchen! Höchstens ein kleines bisschen Reisekrank, aber darauf konnte ich keine Rücksicht nehmen. Wie auch bei so einem Anblick / Ausbick?!
Und wirklich, es ist SO wie auf den Postkarten oder im Fernsehen!!! Da ist nichts beareitet! Das ist auch vollkommen unnötig. Perfektion lässt sich nicht verbessern. Die Natur ist der größte Meister, das wird einem hier ganz deutlich klar.

Ich hätte 4 Augen gebraucht, um in alle Richtungen gleichzeitig zu sehen und 4 Arme, um noch mehr Bilder machen zu können! Bei all der Begeisterung und dem Geknipse, kamen das kühle Köpfchen und der Genuss etwas zu kurz. Dafür hat mich viel zu viel Begeisterung durchströmt :-)

Schließlich ging es nochmal über die Whitsundays und dann waren wir auch schon wieder auf dem Boden der Tatsachen. Und alle, wirklich alle waren total begeistert!

Kurz und gut: Wenn ich diesen einstündigen Flug vergleiche mit dem 2 tägigen Segeltrip im letzten Jahr... Selbst hätten wir beim Segeln optimales Wetter gehabt... Dieser Flug schlägt einfach alles! Das war wirklich das krönende Highlight aller bisherigen Erlebnisse!

Das Riff mit seinen Strukturen lässt sich nun einmal nur aus der Luft sehen. Diese unglaublichen Farben bleiben jedem Segler vorenthalten. Nur aus der Vogelperspektive lässt sich vage begreifen was für ein unglaubliches Ökosystem das Great Barrier Reef ist!
Und was ist mit dem Schnorcheln, dem unmittlebaren Erleben dieses Okösystems?
Ja, liebe Kritiker, auch an euch wurde gedacht!
Air Whitsunday hat da ein ganz besonderes Schmankerl im Programm:
Zum Flug über die Whitsundays kommt dann noch eine Stunde Schnorcheln und eine Stunde im Glasbodenboot, um den Korallen und Fischen ganz nahe sein zu können!
(Genau Programmbeschreibunf und Buchungsmöglichkeit siehe hier: http://www.airwhitsunday.com.au/seaplane-tours/reef-adventure-tour)

Jetzt ratet mal worauf ich spare! :-)

Das ich dieses mal (und bei diesem perfekten Wetter) nicht schnorcheln gehen konnte, war ein kleiner Wermutstropfen für mich. Aber noch einen Tag länger in Airlie Beach nur um Schnorcheln zu gehen? Nee, dafür bin ich zu froh hier wegzukommen!

Und da mein Konto neuerdings so abgenommen hat, wurde es Zeit Kurs auf Brisbane zu nehmen. Die Pflicht ruft! Noch eine Woche Urlaub, dann geht es wieder ans Geld verdienen.

(Zum Gästebuch bitte einmal klicken: http://www.guestbook-free.com/books3/annieupandaway/)

3 Tage in Townsville

Geflüchtet vor dem schlechten Wetter, fand ich mich wieder im Civic Guest House in Townsville (4 / 6 Bett-Zimmer ca. $25) mit dem ich einen guten Treffer gelandet hatte!

In meinem Zimmer waren sympathische Leute, die ich schnell kennenlernte und so machte ich mich am Folgetag mit meiner neuen Bekanntschafft Govinda auf zum Reef HQ Museum. Das Wetter war regnersich, so dass sich der Besuch geradezu anbot.

Das Reef HQ Museum ähnnelt im Prinzip dem Ocean World in Sydney und wartet neben vielen Aquarien auch mit einem großen Tunnel auf. Hier kann man allerlei Meerestiere bestaunen, die im Great Barrier Reef oder allgemein in Australien leben. Zudem kann man kostenlose Führungen mitmachen, die Fischfütterungen ansehen und ein Schildkrötenkrankenhause besuchen.

Haie haben 2 Penise wie ich gelernt habe!
Schnappi

Ich bin ja garantiert kein Museumsfan, aber dieses hier fand selbt ich interessant und wir haben sicherlich den halben Tag dort verbracht! Am Meisten hatte ich mich gefreut auf das Schildkrötenkrankenhaus und ich sage euch: Die Schildis tun einem ganz schön leid!

Eine große saß in einem großen Tank und litt unter Floating Disease, was bedeutet, dass sie nicht mehr tauchen kann. Wahrscheinlich hat sie etwas verschluckt, was die Krankheit ausgelöst hat. Anfang Mai wurde sie gefunden und in Schildi KKH gebracht, in freier Wildbahn wäre ihr der Tod sicher, da sie nicht mehr nach Nahrung tauchen kann :-(

Eine andere Schildkröte hatte nur noch 3 Beine, wahrscheinlich von einem Haiangriff oder so. Und viele andere wurden wieder aufgepäppelt, weil sie irgendwelchen rumliegenden Müll für Nahrung gehalten hatten. Die armen Viecher, wirklich! Uns wurden Becher gezeigt, mit Gegenständen, die die Schildis verschluckt hatten: Zigarettenkippen, Draht, Angelhaken... Man man, das tut einem in der Seele leid. Oft werden auch Plastiktüten verschluckt. Die sehen, im Wasser treibend, nämlich tatsächlich aus wie Quallen! In einem mit Wasser gefüllten Glas wurde uns das eindrucksvoll demonstriert.
Also an alle: Am Strand oder auf Booten immer schön aufräumen!! Müll in den Mülleimer, Kippen in den Aschenbecher usw.!!! Ihr erspart diesen wunderschönen Tieren somit eine riesen Quälerei!!!

Nach so viel Bildung gab es für Govinda und mich ein Bierchen auf dem Heimweg und nochmal eines am Abend.

Den nächsten Tagg verbrachte ich dann alleine, was bei diesem wunderschönen Wetter ganz nett war. Ich ging einfach nur spazieren und chillen am Strand. So geht ein Tag bekanntlich auch rum ;-)

     Sonne tanken, endlich!


Nachdem nun endlich wunderbarstes Wetter herrschte, Townville aber nicht wirklich viel zu bieten hat, endschied ich mich an diesem Abend schlussendlich dagegen och länger hier zu bleiben. Eine sache ging mir nämlich nicht aus dem Kopf: Der Rundflug über die Whitsundays und das Riff. Somit buchte ich spontan den Greyhound zurück nach Airlie Beach und trat in Kontakt mit dem Fluganbieter.

Wozu hat man Träume, wenn man sie nicht verwirklicht? Zurück nach Airlie Beach!

Montag, 4. Juni 2012

nach Hause in die Ferne

Erinnert sich jemand an meine Ankunft in Australien letztes Jahr?
Kann es sein, dass sich Geschichte wiederholt?


Nach einem ruhigen, knapp 7 stündigen Flug, landete ich in Brisbane.
Der Schnüffelkontrolle des Polizeihundes entgangen (Ja, ich hatte Holz und Süßigkeiten im Gepäck, mit Nüssen und Honig!!!) hoffte ich vergeblich darauf ein bekanntes Gesicht in der Ankunftshalle anzutreffen. Pustekuchen!

Also ging es teuer (Willkommen in Australien) mit dem Shuttlebus ins Aussie Way, wo mich keiner erwartete ich aber freudig begrüßt wurde. (Immerhin hier.)

Glücklicherweise bekam ich ein Einzelzimmer und konnte mich erstmal hinlegen.
Da ein Unglück ja aber selten allein kommt, erfuhr ich als nächstes dass Saad mich heute nicht würde treffen können. Dass ich ihn an diesem Tag aber noch wirklich brauchen würde, dafür sorgte die nächste schlechte Nachricht.
Aber aller guten, in diesem Falle schlechten Dinge, sind ja bekanntlich 3.

Und so hat es mich für die nächsten Tage ordentlich aus der Bahn geworfen zu hören, dass zu Hause mein lieber Berti in den Hundehimmel gegangen ist :'-(
Wenn man sein halbes Leben ein Tier an seiner Seite hatte, ist das nicht mit einem "Traurig, tut mir leid" abgetan. Dann braucht man wirklich jemanden, der einem zu Seite steht und für einen da ist. Jemanden, bei dem man trauern kann. Dass man etwas braucht, heißt aber nicht zwangläufig dass man es auch bekommt...
Es war ein wenig wie mit den Menschen in Afrika, die verhungern, obwohl ein paar hundert oder tausend Kilometer tonnenweise Nahrung vergammelt oder weggeschmissen wird.

Nun, entsprechend schlecht und traurig war meine Stimmung in den ersten Tagen.
Da ich ja schließlich noch meinen Greyhound Kilometer Pass zu nutzen hatte, entschied ich mich nach 4 Tagen wieder aus Brisbane abzuhauen. Es war ohnehin scheiß kalt! Nach Singapur war die Kälte ein regelrechter Schock. Und wie im vergangenen Jahr ärgerte ich mich über die nichtisolierten australischen Häuser.


Also ab nach Norden und der Kälte entfliehen!

Und so buchte ich meinen Bus nach Airlie Beach, 18 Stunden Fahrt, nur um dort total beschissenes Wetter zu haben. Nach einer Nacht im 10-Bett-Zimmer ($22  = 17€) im Waterfont Backpackers, hatte ich aber auch genug!
In Airlie geht es gar nix, aber wenn schlechtes Wetter ist, eben noch weniger.

Was also tun? Ab noch weiter nach Norden! Townsville wartet...

Sentosa Island

Die Tage in Singapur und Melaka sind eher müßig vergangen, wegen der Hitze,
waren aber nie langweilig. Keinen einzelnen Traveller habe ich kennengelernt,
was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Ich war mit mir selbst und den sporadischen
Gesprächen höchst zufrieden. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut unverhofft Nicole in
Singapur zu treffen. In Deutschland war es noch nicht ganz klar gewesen, ob es klappen würde, aber alles ging gut und das beste an der ganzen Sache war, dass ich so an meinem 30. Geburtstag nicht alleine sein musste :-)


Am Mittag des 23. Mai trafen wir uns uns erkundeten den ganzen Tag lang zusammen Singapur. Bei einem Mittagessen in einem Thai-Restaurant schwelgten wir gemeinsam in Erinnerungen an Australien, hatten uns viel zu erzählen und ließen es uns nicht nehmen das in Asien so beliebte Dessert Cendol zu probieren.

Es ist ein Jammer, dass ich wegen  dem Virus auf meinem PC bisher
keine Bilder hochladen konnte und euch nun auch noch dieses Video vorenthalten muss, dass wir beim Cendol essen gemacht haben :-( So viel sei verraten: Es war kalt, glibberig und sehr lustig! Bestellen würde ich es aber nicht nochmal.


Zudem brüteten Nicole und ich über der Planung zu meinem Geburtstag.
Ich hatte ja die wildesten Ideen. Von 30 Dinge am 30. Geburtstag tun bis hin zu 3 große Dinge (also für jedes Jahrzehnt) eine große Sache zu machen, war alles dabei. Mein wohlgehütetes Highlight, habe ich aber letztenendes doch ausgelassen:


Um mal so richtig der Nachmacher zu sein, wollte ich es nämlich Annika gleich tun und mit Delfinen schwimmen. Ich hatte gelesen, dass das möglich ist auf Sentosa Island.
Aber nachdem das Programm nur 1 Stunde geht und ich nirgendwo Berichte lesen konnte, habe ich mich entschieden das besser sein zu lassen um einer großen Enttäuschung vorzubeugen. Außerdem gehört Tierhaltung ja nicht gerade zu den Stärken der Asiaten und wir wollen doch nicht, dass neue Jahrzehnt mit schlechtem Karma beginnen ;-)

Nach dem Nicole und ich stundenlang durch die Stadt getigert waren, konnten uns am Riverwalk 2 Inder in ihr Restaurant locken. Und ich sage euch: Ein kühles, Bier, dazu ein paar Samosas und gebackenen Käse und dazu die 2 leckersten Dipps die ich jemals probiert habe! Das ganze mit Blick auf den Singapore River - wir waren hin- und weg!

Weiter ging es zum berühmten Clark Quay, dem Ausgehviertel Singapurs, und was da an
einem Mittwochabend noch los war, unglaublich! Hätten wir es vorher nochmal ins Hostel geschafft und wären geduscht und gestylt gewesen, wir wären am perfekten Ort gewesen und richtig fetzig in meinen 30. Gebu reinzufeiern! So haben wir es aber gemütlich angehen lassen, uns in einer Bar nen Singapore Sling gegönnt und in einer arabischen Bar  schließlich mit Shisha und Sekt auf meinen 30. angestoßen :-) Dann ging es mit dem Taxi erstmal "nach Hause", zum Schlafen. Wir mussten ja schließlich fit sein für den großen Tag!


Gegen Mittag trafen wir uns dann und fuhren nach Sentosa Island. Mit der U-Bahn in Singapur geht das schnell und einfach. Hier können sich Deutsche Bahn und RMV aber mal ne fette Scheibe abschneiden! Ich hab noch nie so saubere Bahnen und Bahnstationen gesehen wie hier!

Wir fuhren bis zur Harbour Front und haben ab dort die (überteurte) Seilbahn genommen. Man wird eben nur einmal 30... Der Ausblick von dort ist schön, noch dazu hatten wir Traumwetter, aber die Fahrt ist eben doch recht kurz und  darum überteuert. Das nette Foto, dass von einem in der Gondel gemacht wird, kostet natürlich auch extra und nicht
wenig.



Sentosa Island an sich ist eine Insel, die Singapur vorgelagert, mit aufgeschütteten Stränden, Hotels und jeder Menge Attraktionen (Seaworld, Sommerrodelbahn etc.) vollgestopft ist (die extra kostem klar). Dazwischen gibt es sogar noch Platz für Natur.
Wer also joggen, wandern, Rad fahren oder im Meer schwimmen möchte, ist auf Sentosa goldrichtig! Wir entschieden uns selbstverständlich für letzteres!



Nach einer Begegnung mit Affen, effizienter Arbeit am Teint, einer Abkühlung und einem Nickerchen gingen wir noch ein wenig die Insel erkunden. Natürlich ist alles künstlich hier, aber außer dem einen Hotel hat Nicole und mir Sentosa ganz gut gefallen. Besonders am Abend. Im Spätnachmittagslicht spazierten wir über eine Art großes Deck, ganz mit Holzfußboden und weitflächigen, aber flachen Swimmingpools, um sich die Füße ablühlen zu können. Das war soooo schön :-) Noch dazu hatte man von dort einen prima Ausblick!
Der Ausblick reichte im Übrigen auch nach unten, auf ein deutsches Lokal, wo wir uns dann auch gleich ein kühles Bier genehmigten!


Nach dem Bier war dann Sentosa wunderbar erleuchtet und wir konnten uns noch zusätzlich ein Gewitter aus der Ferne ansehen!

Schon ziemlich müde entschieden wir uns doch noch essen zu gehen und landeten in der Arab Street in einem marokkanischen Restaurant mit sehr leckerem Essen! Und nach dem Tag und dem Essen war wir RICHTIG platt!

Heute hatten wir allen Plänen und Vorhaben getrotzt, uns einfach treiben lassen und so die Zeit einfach genossen. Schön war's!

Und natürlich bedanke ich mich bei allen, die an diesem Tag in der Heimat an mich gedacht und mir die vielen, lieben Glückwünsche gesendet haben! Ich bin sooo froh jeden Einzelnen von euch zu haben!!! :-*